Aus einem Feld wurde eine Kleingartenanlage entwickelt

Am 23.11.1993 war es endlich soweit, der Stadtverband der Kleingärtner lud die ersten interessierten Gartenfreunde zur Gründungsversammlung am 07.12.1993 ein. An der Gründungsversammlung nahmen unter der Versammlungsleitung des Vorsitzenden des Stadtverbandes, Gartenfreund Weiner, und der Leiterin der Geschäftsstelle des Stadtverbandes, Gartenfreundin Dilßner, 22 Interessenten teil und  gründeten die 210. Kleingartenanlage. Es wurde entschieden, dass der Verein den Namen „Am Friederikenschacht“ e.V. trägt. Am 15.12.1993, 8 Tage nach der Gründungsversammlung sollte nun die Anlage an den neuen Vorstand übergeben werden. Dabei wurden aber einige Mängel festgestellt, die eine Nutzung der Anlage, insbesondere im mittleren Teil, durch starke Vernässung und Mängel in der Stromzufuhr nicht möglich machten. In der am 13. Januar 1994 folgenden ersten Mitgliederversammlung wurden  die Mitglieder über diese Mängel informiert und die Parzellenaufteilung mit Übergabe der Torschlüssel vorgenommen. Einer der ersten Beschlüsse bestand in der Gestaltung der Parzellenabgrenzung zu den Wegen. Es wurde beschlossen, die Zäune am Haupt- und an den Nebenwegen einheitlich als bayrischen Weidezaun zu errichten. Die Zäune wurden ab 1995 einheitlich errichtet.

1995 16Nach der Gründungsversammlung und unserer ersten Mitgliederversammlung war es zunächst nötig, die unfertige Anlage  in Betrieb zu nehmen. Dies war riskant, denn erst nach Unterzeichnung des Zwischenpachtvertrages am 12.01.1995 erfolgte am 08.02.1995 die Ausgabe der ersten Pachtverträge. Dabei nahmen die Mitglieder das Risiko auf sich, dass die Gewährungs-ansprüche für manche Gewerke hinfällig wurden. Bis zur Unterzeichnung des Zwischenpachtvertrages waren  25 tätige Mitglieder in unserem Verein, einige Interessenten waren im Jahre 1994 aus den unter-schiedlichsten Gründen bereits vor Aufnahme als Mitglied wieder abgesprun¬gen. Besonders die einsetzende Unsicherheit durch Verlust des Arbeitsplatzes und die Suche nach neuer Arbeit im anderen Teil Deutschlands machte uns zu schaffen. Zu diesem Zeitpunkt glaubte keiner, dass es  10 Jahre später gelänge, alle Parzellen zu verpachten und dass heute Interessenten auf eine Parzelle warten müssen. Die Grundlage der Arbeit bildete das am 01. Mai 1994 überarbeitete und in Kraft getretene Bundeskleingartengesetz und die am 14. Mai 1994 beschlossene Kleingartenordnung des Stadtverbandes der Kleingärtner. Da der gewählte Vorstand  sich erst mit diesen neuen Dokumenten vertraut machen musste, war es auch eine Zeit des Lernens und der Sammlung von Erfahrungen. Auf Grund der sozialen Unsicherheit, die sich seit der Wende ergeben hatte, musste der eine oder andere seinen Gartentraum schnell aufgeben. Auch unser Verein spürte dies. Der vermutete Ansturm auf die leeren Parzellen blieb aus. So endete das Gartenjahr 1995 mit 44 Mitgliedern. Damit traten natürlich auch für diese erheblichere Belastungen auf als erwartet. Der Verein hatte einen Zwischenpachtvertrag und der beinhaltet einen Pachtzins für 84 Parzellen. Dies musste der Verein erbringen. 1995-2

Die ersten Lauben 1995. In der Mitgliederversammlung am 17.01.1996  wurden die beiden zurückliegenden Jahre analysiert. Es konnte einerseits eine positive Bilanz gezogen werden, es wurde aber auch kritisch festgestellt, dass die Vernässung der Flächen, die nicht belegten Parzellen durch Verunkrautung und das Fehlen eines Vereinshauses sich nicht positiv auf das Vereinsleben auswirkten. Aufgrund des bestehenden Nord-Südgefälles war ein nachbarschaftliches Verhältnis unter den Gartenmitgliedern sehr kompliziert. Ja manche kannten sich bisher noch nicht. Um das zu verändern, wurde beschlossen, im Jahre 1996 unter Führung eines Festkomitees ein erstes Vereinsfest zu organisieren, was unter den da¬maligen Umständen sehr schwierig war.Da die Vernässten Flächen im mittleren Teil der Anlage eine Bewirtschaftung nicht erlaubte, entstand in Abstimmung mit dem Stadtverband und dem Grünflächenamt ein Biotop.Biotop97 Mit dem Gartenjahr 1998 kamen weitere neue Pächter in unseren Verein, damit waren es 71. Kleingärtner bei der Pflege der Gemeinschaftsflächen

Am 21.01.2000 fand unsere Jahreshauptversammlung statt. In einer kurzen Einschätzung würdigte der Vorsitzende des Vereins, Gartenfreund Heinrich, die geleistete Arbeit der Gartenmitglieder im Jahre 1999 und es wurde mit Beginn des Gartenjahres am Eingang Gorbitzerstraße unter Leitung unseres Garten-fachberaters, Gartenfreund Rother, im Rahmen der Gemeinschaftsstunden mit der Einrichtung eines zentralen Kompostplatzes begonnen.

Copyright 2011. Joomla 1.7 templates free. Custom text here